In den letzten zwei Wochen ist meine Ernährung ein Chaos gewesen. Die Schuld gebe ich in erster Linie natürlich mir, weil ich immer noch selbst bestimme, womit ich meinen Magen füttere, aber die Weisheitszahn-Op hat auch dazu beigetragen. Nicht nur, dass ich nach der OP einen allergischen Schock hatte und nachts für eine Infusion ins Krankenhaus musste, nein, ich hatte auch noch eine Nachentzündung und konnte noch mal zwei Tage überhaupt nicht kauen, nachdem alles eigentlich schon einigermaßen wieder in Ordnung war. Durch dieses Hin und Her zwischen den Phasen, in denen ich mal mehr , mal weniger Essen konnte, hatte ich nur eine begrenzte Auswahl von Lebensmitteln und Zubereitungsarten zur Verfügung. Ich habe zwar versucht, häufig frische Zutaten zu kochen und einfach zu pürieren, allerdings endete das meist damit, dass ich zu wenig Kalorien zu mir genommen habe. Und das ist ja bekanntlich genauso ungesund wie zu viele Kalorien aufzunehmen. Um das ein bisschen auszugleichen und um dem Jojo-Effekt vorzubeugen, habe ich meine restlichen Kalorien dann in Form von Eis und Schokopudding aufgenommen. Außerdem war ich viel zu Hause und habe mir viel gegönnt (wenn es möglich war). Ich habe Pizza, Törtchen und viel Haribo gegessen und habe mit einer Freundin einfach unter der Woche beim Chinesen bestellt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe seitdem ständig Lust auf ungesundes Essen.
Inspiriert durch einen Beitrag über Ernährung, möchte ich dieses Problem nun tatkräftig angehen und mir meinen gesünderen Lebensstil wieder aneignen, um gleichzeitig meinem Körper überflüssigen Zucker und Fett abgewöhnen.
Ich denke, der erste Schritt in die richtige Richtung ist die
Selbsterkenntnis. Mir ist bewusst, dass es meinem Körper nicht gut tut, ihn mit leeren Kalorien zu füttern. Ich selbst habe ja erklärt, wie
Heißhunger durch die falschen Lebensmittel zustande kommt. Ein Cupcake ist zwar toll für den Gaumen, aber im Endeffekt macht er mich nicht satt, noch gibt er meinen Knochen, meinen Organen oder meinem Gehirn die Nährstoffe, die wichtig sind. DESWEGEN möchte ich mich wieder darauf besinnen, Dinge zu essen, die mir schmecken UND gut für meinen Körper sind. Und da ich wirklich fast alles an Gemüse und Obst mag, sollte das auch nicht so schwer werden.
Der zweite Schritt ist das Durchhalten. Ich nenne es bewusst so, denn am Anfang wird es schwer. Mein Körper wird versuchen mir zu suggerieren, dass die Schokolade nach dem Abendessen einfach dazugehört. Darauf habe ich ihn ja auch die letzten zwei Wochen konditioniert. Und nun muss ich versuchen diese gelernte Verknüpfung zu löschen und eine neue zu lernen, nämlich, dass es keinen süßen Ausklang nach dem Abendessen gibt. Punkt.
Ganz wichtig dabei: Ich verbiete mir nichts. Nicht jetzt und schon gar nicht lebenslang. Ich möchte mir nur angewöhnen, zwei mal darüber nachzudenken, ob ich den Löffel jetzt wirklich ins Nutellaglas und dann in meinen Mund stecke (meine neueste Passion, weil wir das wirklich IMMER zuhause haben) oder eben nicht. Ich möchte darüber nachdenken, ob ich nicht lieber Erdbeeren esse, die auch zuckersüß sind, aber dafür noch Vitamine, aber kein Fett enthalten.
Ich möchte mich nicht aus Diätgründen für die richtige Ernährung entscheiden, sondern aus gesundheitlichen Gründen.
Ich möchte, dass mir das Aufschreiben den letzten Arschtritt zur Umstellung gibt. Gibt es jemanden, der mitmachen will und sich über die Veränderungen/Probleme/Erfolge austauschen möchte? Ich würde mich freuen!