Dienstag, 18. September 2012

Die Waage & Ich

Die liebe Körperwaage. Zwischen ihr und mir besteht eine richtige Hass-Liebe. Ist sie gut zu mir, geht es mir gut und meine Laune hebt sich. Ist sie gemein zu mir und nimmt mir irgendwas übel, versaut sie mir regelrecht den Tag. So eine Beziehung ist anstrengend. Denn sich von einer digitalen Anzeige sagen zu lassen, wie man sich fühlen soll, ist großer Blödsinn.

Deswegen habe ich vor Kurzem mit meiner Waage Schluss gemacht. Zuerst war es mehr oder weniger unfreiwillig, denn die Batterien sind leer gegangen. Ein Zeichen dafür, dass ich mich sehr, sehr  zu oft gewogen habe, denn die Waage besaß ich erst seit Januar und im Juni oder Juli war sie leer, obwohl ich in der Zwischenzeit sogar 10 Wochen in London war!
Da meine Waage mit flachen Knopfbatterien gefüttert werden muss, die ich nicht zuhause auf Reserve habe, kam ich in den Genuss, wie angenehm es ist, wenn man sich ein paar Tage nicht wiegen kann. Kein Hinterfragen mehr, ob dieses und jenes am Abend vorher doch zu viel war; nicht das ständige Kalkulieren "du hast aber schon ein Glas Wasser getrunken" usw. usf. 

Außerdem macht es in meiner Situation eh keinen Sinn, mich ständig zu wiegen. Unabhängig davon, dass bei jedem Menschen das Gewicht um bis zu 2-3kg schwanken kann (Wasserhaushalt, Darminhalt usw.), bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr abnehmen möchte. Ich möchte zwar weiter Sport treiben, aber nur um meinen Körper zu formen, d.h. mehr Muskeln aufzubauen. Da ein Muskelaufbau auch mit einer Gewichtszunahme einher gehen kann, wäre ein tägliches Wiegen nur frustrierend. (Auch wenn meine Waage mir sogar den Körperfett- und Muskelanteil anzeigen konnte.. ich glaube dem Ganzen nicht so richtig).

Ich kann nur jedem Waagen-Süchtigen empfehlen, einfach mal die Waage zu verbannen.
Außer ihr wollt natürlich abnehmen, dann wiegt euch ruhig einmal die Woche (aber denkt dran: Immer unter gleichen Voraussetzungen!).

Mittlerweile hat meine Schwester, die mit mir im Haus wohnt, ihre Waage wieder in Betrieb genommen und ich KANN mich wiegen, wenn ich möchte. Aber ich möchte es einfach nicht mehr so oft.
Und wenn ich zunehmen sollte, würde ich das spätestens daran merken, dass meine Hosen kneifen. Aber soweit lasse ich es einfach nicht kommen. ;)

Montag, 17. September 2012

Video-Tipp: Living with Size Zero

Heute habe ich einen Video-Tipp für euch. Vor Kurzem habe ich auf YouTube die englischsprachige Reportage "Living with Size Zero" entdeckt. In dieser Reportage geht es um das Leben zweier Frauen. Die Eine ist von Natur aus sehr schlank ist und nimmt nur sehr schwer zu, die Andere versucht um jeden Preis "Size Zero" zu erreichen.
Die Reportage regt zum Nachdenken an und hat mir vor allem eines gezeigt: Dünn sein ist nicht gleich zu setzen mit glücklich sein. 
Ich bin der Meinung, dass jeder ein bestimmtes Idealgewicht hat. Alles andere darunter oder darüber aufrecht zu halten, kann sehr schnell ungesund werden. 
Deswegen: Bleibt gesund und passt auf euch auf!






Für die Teile 2-6 klickt ihr euch einfach weiter auf YouTube durch.

Samstag, 15. September 2012

Kürbissuppe à la Helly

Zur Zeit kursieren alle möglichen Kürbissuppen-Rezepte auf den Blogs. Auch ich möchte mein Lieblingsrezept vorstellen.



Zutaten für einen großen Topf Suppe:
- 1 Hokkaido Kürbis
- 3 kleine Zwiebeln
- 4 Karotten
- 1 Brühwürfel
- 100g Sojajoghurt oder 100ml Sojamilch/-sahne
- 1 EL Honig
- Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat, Knoblauch

Als Topping vor dem Servieren (für eine Portion):
- eine halbe (Frühlings-)Zwiebel
- 40g Schinkenwürfel
- ein paar Kerne aus dem Kürbis

Die Zwiebeln und Karotten schälen, klein schneiden und in Öl anbraten. Den Kürbis nebenbei säubern (schmutzige Stellen abschneiden) und kleinhacken. Die Kerne entfernen und beseite legen.
Der Hokkaido Kürbis kann mit der dünnen Schale gekocht werden. Einfach zu den Zwiebeln und Karotten geben und mitbraten. Danach soviel Gemüsebrühe aufgießen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist. Auf niedriger Stufe ca. 30 Minuten köcheln lassen, je nachdem wie groß die Kürbisstücke sind. 
Wenn der Kürbis weich gekocht und etwas abgekühlt ist, kann das Gemüse zur Suppe püriert werden. Dann kräftig würzen und den Honig und den Joghurt unterrühren.

Und jetzt kommt das, was ich am liebsten mag: Das Topping.
Die Kürbiskerne von dem Fruchtfleisch befreien, abtrocknen und in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Dann die Kerne aus der Pfanne nehmen und eine halbe zerhackte Zwiebel und die Schinkenwürfel in Mineralwasser oder Öl anbraten. 
Die Kerne, die Zwiebeln und die Schinkenwürfel dann als Topping oben auf die Suppe geben oder direkt unterrühren. Fertig!

Wer kein Fleisch ist oder keinen Schinken mag, kann auch Tofu würfeln und anbraten oder Brot anrösten.

Freitag, 14. September 2012

Sportmotivation

Ich möchte heute darüber schreiben, wie man seinen inneren Schweinehund überwindet und Sport mehr in seinen Alltag integriert. Der Beitrag richtet sich nicht nur an Menschen, die wenig bis gar keinen Sport machen, sondern auch an diejenigen, die ihre sportlichen Ziele weiter ausbauen möchten. 

Ein gesunder Lebensstil beinhaltet für mich nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern auch dass man sich ausreichend und vielfältig bewegt. Dabei geht es nicht nur darum, dass man nicht ständig mit dem Auto fährt, sondern viel mehr darum, dass man dem Körper regelmäßig neue Impulse gibt, die ihn fordern, aber nicht überfordern.

Ich habe mal ein paar Tipps zusammen getragen, die für mir geholfen haben. Was ihr aber selbst dazu beitragen müsst, ist euer Wille dazu, Sport zu treiben und einen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Ihr müsst wissen, WIESO ihr es tut. Ob aus gesundheitlichen oder optischen Gründen, das ist euch selbst überlassen. Aber tut es nicht, weil ihr denkt, ihr müsstet es tun, weil alle anderen es tun. IHR wollt Sport machen, ganz egal, was andere tun.

1. Informiert euch! Mehr oder überhaupt Sport zu machen, ist eine Veränderung im Leben, bei der man vorher nicht weiß, was sie mit sich bringt. Das bereitet vielen Menschen ein Unwohlsein und sie denken, dass es sehr kraft- und zeitraubend sein kann, diese Veränderung durchzuziehen. Um diesem Gefühl entgegen zu wirken, informiert euch darüber, welche positive Wirkung ein regelmäßiges Training auf euch hat.

2. Sportliche Ziele sollten herausfordernd, aber nicht überfordernd sein! Das bedeutet, dass man sich seine Aktivitäten danach aussuchen sollte, was einem selbst Spaß macht und was den eigenen Fähigkeiten entspricht. Wenn ihr kein Läufer seid, setzt euch nicht das Ziel, einen Marathon zu laufen. Das frustriert nur und ihr werdet für jeden bevorstehenden Lauf eine neue Ausrede finden. Stattdessen solltet ihr euch etwas suchen, was euch gefällt und bei dem ihr euch wohl fühlt. 

3. Wenn ihr diese Sportart gefunden habt, dann setzt euch konkrete und realistische Ziele! Schreibt sie auf und setzt bestimmte Tage in der Woche dafür fest. Haltet euch daran wie an eine Verabredung mit einer Freundin. Dabei kann es hilfreich sein, wenn ihr große Herausforderungen in kleine Häppchen zerteilt. Beim Joggen heißt das z.B., dass ihr erstmal täglich 10 Minuten joggt, bevor ihr euch steigert. So integriert man den Sport besser in den Alltag.

4. Übertreibt es nicht! Das ist eine Sache, zu der ich selbst gerne neige. Gerade wenn ihr ein Anfänger seid und hart trainiert habt, ist ein Tag Sportpause ein Muss! Muskeln bauen sich nicht während des Trainings auf, sondern in der Ruhephase danach.

5. Vergleicht euch nicht mit anderen! Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine persönliche Fitnessgeschichte, die keinem anderen Menschen gleicht. Man neigt außerdem dazu, sich mit Menschen zu vergleichen, die einem gar nicht ähnlich, sondern "besser" (in diesem Fall sportlicher und fitter) sind. Das demotiviert. Vergleicht euch nur mit euch selbst, z.B. ob sich eure Kondition nach einem Monat joggen verbessert hat oder nicht.

6. Bringt Abwechslung in euer Training und steigert euch! Auch wenn euer Ziel ist, euren Po zu straffen, ist es auf Dauer doch eher langweilig, jeden Tag die gleiche Fitness-DVD zu absolvieren. Deswegen sollte man in regelmäßigen Abständen sein Training verändern und weiterentwickeln. Traut euch ruhig mal etwas zu und schaut, wie es euch dabei geht, wenn ihr einfach 5 Minuten länger joggt oder doppelt so viele Situps macht.

7. Macht euer Ziel zur obersten Priorität! Versucht nicht 100 Dinge gleichtzeitig zu ändern, sondern nur diese eine Sache anzupacken. 

8. Lasst keine Ausnahmen zu! Selbst wenn ihr für den 5km Lauf heute wirklich keine Zeit habt, lauft wenigstens so lange wie es eure Zeit zulasst. Denn wer einmal eine Ausnahme macht, neigt dazu, auch ein zweites Mal eine Ausnahme zu machen.

9. Macht einen Notfallplan! Überlegt euch die Situationen, in denen ihr dazu neigt, den inneren Schweinehund gewinnen zu lassen. Wenn ihr euch klar macht, woran ihr scheitern könntet, könnt ihr bewusst dagegen steuern.

10. Und zum Schluss. Einfach loslegen! Denkt nicht so viel nach, sondern zieht euch einfach eure Sportklamotten an und legt los!!!

Ich habe im Zusammenhang unter anderem den Artikel "Selbstmanagement mit dem inneren Schweinehund" von Marco von Münchhausen in dem Buch "Jetzt nehme ich mein Leben in die Hand" gelesen (2009, Kösel Verlag).

Viel Erfolg :)

Dienstag, 11. September 2012

Punkte zählen - Update

Hallo zusammen,

seit einer Woche ernähre ich mich jetzt wieder nach Weight Watchers. D.h. ich zähle zwar Punkte, ich ernähre mich aber nicht wirklich anders, zumindest nicht diätmäßig. Dieser Eintrag ist ein kleines Update darüber, wie es mir damit geht. Ehrlicherweise muss ich allerdings sagen, dass ich am Wochenende zwei mal Essen gegangen bin und jedes Mal nicht wusste, wie ich das Gericht punktemäßig berechnen sollte. Wenn sowas eintritt, ist bei mir die Motivation immer gering, irgendwas einzuschätzen und damit weiter zu machen. Ich zähle an solchen Tagen einfach nicht und ernähre mich trotzdem gesund. Ok, Samstag war nicht gesund (ich bin süchtig nach Haribo Brixx), aber zumindest an 6 Tagen lag ich wohl in meinem Punkterahmen.

Ich kann eindeutig sagen, dass es mir damit auch ziemlich gut geht. Es war in den ersten zwei Tagen etwas merkwürdig, wieder meine App zu benutzen, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Ich finde es gut, dass ich nun weiß, wie viel ich essen darf, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Denn das war bei mir in letzter Zeit oft der Fall. Dazu musste ich nicht mal ungesund essen, ich hatte einfach immer das Gefühl, ich esse zu viel. Und dann hatte ich bei jedem Stück Obst ein noch schlechteres Gewissen. Und ganz ehrlich, das ist doch bescheuert! Klar hat Obst auch Kalorien und Zucker, aber deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben? Ich will ja schließlich nicht mehr abnehmen, sondern nur mein Gewicht halten. 

Ich hab an den ersten beiden Tagen sogar so wenig Punkte für alle drei Mahlzeiten verbraucht, dass ich mir abends noch zwei Stücke Herrenschokolade (einzeln abgepackt) gönnen konnte. Das finde ich das tolle an Weight Watchers: sowas geht auch, solange man seine Kalorien- bzw. Punktemenge nicht überschreitet.

Was ich so gegessen habe:
Frühstück: 50g Müsli, 125g Sojajoghurt, einen Apfel oder zwei Scheiben Schwarzbrot mit Putenwurst und Marmelade
Mittagessen: Nudeln mit Tomatensauce und ganz viel Knoblauch, Rührei mit Gemüse
Abendessen: Rote Bete Salat, Brot (auch das geht und das genieße ich total ;)), Kürbissuppe
Snacks: Dunkle Schokolade, Obst

Mein Fazit nach der Woche ist, dass ich auf jeden Fall erstmal weiter machen will. Es tut mir irgendwie gut und entspannt mich.

Checkliste: Slim Food E-K

Weiter geht es mit der Slim Food Checkliste. 

✔ Ei: 
Ein Ei enthält viel Eiweiß, das wichtig ist, damit man beim Sport Muskeln aufbauen kann und bei einer Diät keine Muskeln abbaut. Ich würde sagen, dass ich ausreichend oft Eier esse. Nicht jeden Tag, aber wenn, dann direkt 2 Stück auf einmal als Rührei. Wenn ich besonders "schlank" drauf bin, nehme ich auch nur das Eiweiß von drei Eiern und mache mir daraus ein Rührei.

✔ Espresso: 
"Eine Tasse Kaffee vor dem Sport kann laut Forschern der Universität Georgia (USA) Muskelschmerzen vorbeugen. [...] So kann Koffein die Trainingszeit verlängern und Muskelkater verhindern." (Quelle)
Das habe ich wirklich gemerkt! Ich habe das Gefühl, dass ich viel fitter bin, wenn ich nach dem Frühstückskaffee trainiere. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ein Morgenmensch bin, aber auf jeden Fall trinke ich oft vor dem Training Kaffee.

✔ Gurke:
Gurken bestehen zu 97 % aus Wasser und geben daher ein Sättigungsgefühl ohne viele Kalorien. Ich esse oft Gurken, egal ob als Snack zwischendurch, im Salat oder auf dem Brot.

✔  Haferflocken: 
Hafer ist ein Konzentrations- und auch die Stimmungsaufheller und enthält viele Ballaststoffe, die lange satt machen und den Blutzuckerspiegel konstant halten. So können Heißhungerattacken vermieden werden. Haferflocken liebe ich seit meinem Londonaufenthalt total. Ich habe ihnen sogar mal einen eigenen Blogbeitrag gewidmet.

- Kürbiskerne:

Sie enthalten viel Eisen, Kalium und Eiweiß.
Leider esse ich kaum Kürbiskerne. Ich habe nur Sonnenblumenkerne zuhause, die aber auch viel Eisen, und außerdem Magnesium und Calcium enthalten.

Fazit: Ich bin gut dabei. Die Avocado vom letzten Beitrag landete am Samstag auch direkt in meinem Einkaufskörbchen. Fehlen noch Kürbiskerne und Cashews zu meinem (gesunden) Glück! ;)

Montag, 10. September 2012

Gemüsecurry


Ich habe mich vor Kurzem noch mal an das Currygewürz in meinem Küchenschrank rangewagt und war so begeistert von dem Geschmack, dass es dieses Gericht direkt zwei Mal in einer Woche gab. Einmal mit Kohlhydrat-Beilage (Couscous) und einmal mit Eiweiß-Beilage (Krabben). Beides war köstlich und ich kann mir noch viele weitere Zusammenstellungen vorstellen kann, z.B. mit Hähnchen oder Rindfleischstreifen, mit Tofu, mit Vollkornnudeln und natürlich mit Reis...

Zutaten:
- Gemüse nach Wahl, besonders passend finde ich Brokkoli, Pilze, Paprika, Möhren
- 1 Zwiebel
- 1 Wüfel Ingwer 
- 2-3 EL (Soja-)Milch oder (Soja-)Sahne (für eine festere Konstenz)
- ein Brühwürfel, Curry, Pfeffer, Salz

Das Gemüse waschen und kleinschneiden und in Olivenöl oder Wasser anbraten. 
Ich habe das in folgender Reihenfolge gemacht: zuerst die Zwiebel mit dem Ingwer und dann Brokkoli, Möhren und Paprika dazugeben. Das Ganze habe ich in einer abgedeckten Pfanne mit etwas Mineralwasser und dem Brühwürfel weichgekocht bevor ich die Champignons dazugegeben habe (die werden ganz schnell gar). Zum Schluss gebt ihr die Milch/Sahne dazu und erwärmt sie. Passt auf, dass vorher nicht zu viel Wasser in der Pfanne ist, denn die Pilze geben noch mal etwas Wasser ab, wenn ihr euer Essen würzt. Also erst den Wasserstand prüfen, dann die Milch dazugeben und dann würzen. Fertig!
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PS: Habt ihr gemerkt, dass ich jetzt auch immer mit Sojamilch koche (Stichwort: Kuhmilchreduktion)? Ich konsumiere wirklich viel weniger Kuhmilch als früher und "brauche" es auch gar nicht. Außer, wie schon mal gesagt, im Käse (wegen fehlender Alternativen).